KOPENHAGEN

Drei Tage Kopenhagen – ein Stimmungsbild


Nach einem 70 igsten Geburtstag in Odense – Dänemark – haben wir die Gelegenheit genutzt, für drei Tage nach Kopenhagen zu fahren. Eine der kleinsten Metropolen in Europa, aber nicht minder günstiger. Die Anreise war schon phänomenal. Kilometerweite Brücken über das Wasser. Ich finde die Brücken standen der Golden Gate Bridge in San Fransico in nichts nach. Allerdings waren wir wesentlich näher am Wasser. Und wir hatten Glück mit dem Wetter: strahlend blauer Himmel und wunderschön blaues Wasser. Schon beim ersten Blick auf Kopenhagen fiel uns auf wie stark die Stadt durch das Wasser geprägt ist. Kopenhagen wirkte auf uns übersichtlich, freundlich und angenehm unaufgeregt. Statt eines straffen Programms haben wir die Tage bewusst offen  gestaltet. Man könnte auch sagen, wir haben den Reiseführer immer erst zeitnah gelesen und haben dann die Stadt fast komplett zu Fuß erkundet. Nachdem wir viel gesehen haben, haben wir ab späten Nachmittag die wunderschöne Dachterrasse des Hotels genutzt, um ein paar Runden Karten zu spielen.






1. Tag


Unser erster Tag begann ohne Zeitplan. Nach der Ankunft haben wir uns zunächst orientiert und einen Spaziergang am Wasser unternommen. Wir ließen uns von den Wegen leiten. Die Kanäle, die Boote und die historischen Fassaden gaben sofort einen schönen Eindruck davon, wie eng die Stadt mit dem Wasser verbunden ist. Besonders in Christianshavn – circa 30 Minuten von unserem Hotel entfernt - zeigte sich Kopenhagen von einer ruhigen, aber zugleich lebendigen Seite: kleine Brücken, Kopfsteinpflaster, viele Fahrräder und immer wieder neue Blicke auf die Kanäle. Für den Auftakt war das genau richtig – kein überladenes Programm - sondern ein entspannter erster Eindruck von der Stadt. Als Snack gab es ein leckeres Smørrebrød. Ich würde sagen, eine dänische Spezialität, die aber so gar nichts mit unserem deutschen, belegten Brot zu tun hat. 





2. Tag


Am zweiten Tag waren wir schon deutlich besser angekommen, da wir uns abends kurz in den Reiseführer eingelesen habe. So konnten wir die Stadt entspannter erkunden. Unser Weg führte zunächst zur kleinen Meerjungfrau, ein absolutes muss, leider auch für alle Touristenbusse, die sich in Kopenhagen aufhalten. Gut, dass wir sehr früh unterwegs waren, so dass sich das ganze noch in Grenzen gehalten hat. Ich war erstaunt wie klein und zurückhaltend die Figur ist, gehört sie doch zu den bekannten Fotomodellen der Stadt und war für uns ein guter Ausgangspunkt für den Tag. Es ging direkt weiter zum Schloss Amalienborg. Der große Platz, die klaren Fassaden und die Nähe zum Wasser wirkten sehr geordnet  und nicht überladen. Wenn ich es nicht gewusst hätte, hätte ich das Gebäude nicht für ein Schloss sondern für eine schöne große Stadtvilla gehalten. Anschließend führte uns der Weg über die Einkaufsstraße der Stadt – vergleichbar mit dem Jungfernstieg in Hamburg oder dem Kudamm in Berlin - nach Nyhavn. Dort war es deutlich voller und touristischer, aber die bunten Häuser, die alten Schiffe und das Leben am Kai machten den Besuch trotzdem sehr lohnenswert. Besonders gut passte dazu eine Pause natürlich mit Smørrebrød, wieder unkompliziert, frisch und genau richtig für zwischendurch. Zum Abschluss des Tages gingen wir noch in den Tivoli. Wir hatten schon vorher vermutet, dass der riesige Freizeitpark vielleicht nicht ganz unser persönliches Highlight werden würde, und dieser Eindruck bestätigte sich komplett. Trotzdem war es interessant, die besondere Stimmung kurz mit zunehmen: die Lichter, die Musik und die nostalgische Kulisse bildeten einen deutlichen Kontrast zum ruhigeren Tagesprogramm.


3. Tag


Der dritte Tag fühlte sich bereits ein wenig nach Abschied an, bedeutete aber noch mal viele lange Strecken zu Fuß, um alles mitzunehmen, was noch fehlte. Nach einem Ausflug nach Christiania ging es auf dem Weg zu dem Botanischen Garten durch die City: Geschäfte, Cafés, Design und Alltag lagen hier dicht beieinander und vermittelten noch einmal ein tolles Bild vom städtischen Leben. Danach besuchten wir den Botanischen Garten, der einen angenehmen Gegensatz zum Trubel der Innenstadt bot. Der wunderschön angelegter Garten in einer ruhigen Umgebung hat dann den Aufenthalt ausklingen lassen. 


Fazit: Drei Tage in Kopenhagen reichen nicht, um alles zu sehen, aber sie geben einen guten Eindruck vom Charakter der Stadt. Für uns war es eine Reise mit vielen Wasserblicken, angenehmen Spaziergängen, guten Pausen und unterschiedlichen Eindrücken zwischen historischen Orten, lebendigen Vierteln und ruhigen Momenten. Kopenhagen bleibt als Stadt in Erinnerung, die übersichtlich, stilvoll und angenehm unaufgeregt wirkt.